24h-Übung in Penzendorf
Von Samstag, dem 15.09.2018 bis Sonntag, dem 16.09.2018 wurde die 24-Stunden-Jugendübung des Abschnittes 1 im BFV Hartberg mit insgesamt 45 Jugendlichen der Feuerwehren Penzendorf, Hartberg, Schildbach und Pöllau in Penzendorf abgehalten.

In diesen 24 Stunden wurde unseren Nachwuchskräften ein Einblick in die aktive Einsatzzeit gegeben. Mit Spiel & Spaß aber auch mit ernsten, realitätsnahen Übungen wurde ein annähernd realer Einsatzdienst durchgeführt.

Begonnen wurde am frühen Nachmittag mit einer Begrüßung und Einweisung durch HBI Martin Gwandner. Danach erfolgte eine Einteilung der Jugendlichen in mehrere Gruppen zu je 4 Personen. Nachdem die Schlafräume im Rüsthaus bezogen wurden und sich alle kennengelernt hatten, ertönte bereits das erste Mal die Sirene. Bei diesem Einsatz ging es zur Viehversteigerungshalle im Gewerbepark. Dort wurde den Jugendlichen von OLM d. F. Alexander Flanhofer erklärt, wie sie sich mit den verschiedenen Feuerlöschern zu verhalten haben. Auch ein Fettbrand sowie der Einsatz einer Löschdecke wurden beübt.

Als wir uns gerade auf den Heimweg machen wollten, wurden wir per Funk zu einem Verkehrsunfall mit 2 eingeklemmten Personen in Schildbach alarmiert. Auf dem Anfahrtsweg wurde der Einsatzleiter, „gespielt“ von einem Jugendlichen, über eine weitere eingeklemmte Person unter einer umgestürzten Betonwand informiert. Aus diesem Anlass wurde das RLF Schildbach zum Einsatzort beordert.

Am Einsatzort angekommen, wurde vom Einsatzleiter die Lage erkundet und die einzelnen Fahrzeug-Kommandanten über die Tätigkeiten ihrer Mannschaften informiert. Während das KLF Pöllau gemeinsam mit dem RLF Penzendorf und dem MTF Pöllau die Person unter der Betonwand mittels Hebekissen befreite, wurden die eingeklemmten Personen mit den hydraulischen Rettungsgeräten (Schere/Spreitzer) des RLF Penzendorf und des RLF Schildbach befreit. Hierbei wurden die Jugendlichen von HBI Martin Gwandner und HBI Karl Lugitsch von der FF Schildbach unterstützt. Alle drei Personen konnten erfolgreich dem Rettungsdienst übergeben werden, ehe wir uns zurück nach Penzendorf begaben.

Kaum aus den Fahrzeugen ausgestiegen, konnten wir bereits das ausgiebige Abendessen riechen. Schnitzel, Kotelett und Pommes warteten auf 45 hungrige Jugendliche mit ihren 10 Betreuern. Dank gilt hierbei an Hans Lechner mit seinen Damen für die schmackhafte Küche.

Gestärkt durch das ausgiebige Abendessen ging es direkt weiter zu den Abendspielen. Die 4er Teams traten gegeneinander in verschiedenen Spielen an. Die Spiele bestanden aus Zielspritzen mit der Kübelspritze, Kistensteigen und Stiefel-Weitwerfen. Nach den Spielen wurden die nichtsahnenden Jugendlichen bettfertig gemacht. Einige ahnten aber doch von einem Einsatz und verbrachten den Abend mit den Betreuern in der Fahrzeughalle des Rüsthauses.

Gegen 21:30 Uhr heulte die Sirene erneut. Florian Hartberg meldete einen Holzstapelbrand in der Nähe des Rückhaltebeckens bei dem ein Nebengebäude, bestehend aus einer Palette, zu schützen war. Mit Blaulicht ging es durch Penzendorf zum Rückhaltebecken. Vom Einsatzleiter wurde angeordnet, dass das KLF Penzendorf mit dem MTF Hartberg eine Zubringleitung bestehend aus zwei C-Rohrern aus dem Greinbach aufbauen musste. Das KLF Pöllau und das MTF Schildbach legten eine weitere Zubringleitung aus einem C-Rohr und einem B-Rohr. Nachdem „Brand-Aus“ gegeben werden konnte, machte sich die erschöpfte Mannschaft zurück auf den Weg in Richtung Rüsthaus Penzendorf. Das Holz für den Holzstapelbrand wurde von Hans Fischer vom Sägewerk Fischer gesponsert! Vielen Dank dafür!

Im Rüsthaus angekommen, erhofften sich die Jugendlichen eine ruhige Nacht, ehe sie um 7:00 Uhr von der Sirene zur Tagwache aus dem Schlaf gerissen wurden. Doch diesmal war es ein Fehlalarm und die Jugendlichen machten sich mit ihren Betreuern auf den Weg zum Gasthof Grebitschitscher um ein ausgiebiges Frühstück zu sich zu nehmen.Zum letzten Einsatz wurden die Jugendlichen am frühen Vormittag alarmiert. Industriebrand in Penzendorf hieß die Meldung die der Einsatzleiter von der Florianstation bekam. Aufgrund des Stichwortes wurden das KLF Schildbach, das HLF4 und die Drehleiter Hartberg, sowie das SRF Pöllau angefordert. Am Einsatzort wurde von KLF Penzendorf, HLF Hartberg und RLF Penzendorf ein Außenangriff vorgenommen, während die Drehleiter sowie das SRF Pöllau den Angriff von oben durchführten. Für eine Wasserversorgung war das KLF Pöllau mit dem KLF Schildbach verantwortlich.

Als absolutes Highlight der Übung galt aber die Möglichkeit mit der Drehleiter Hartberg und mit dem SRF Pöllau ca. 25 Meter in die Höhe zu fahren. So ziemlich alle Jugendlichen nutzten diese fast einmalige Möglichkeit aus und begaben sich in luftige Höhen!

Bei der Schlusskundgebung wurde das Sieger-Team der Spiele vom vergangenen Abend mit einem Preis in Form von McDonalds Gutscheinen geehrt. ABI Stefan Prinz richtete als Abschnittskommandant Grußworte an die Jugend, ehe alle am frühen Nachmittag die Heimreise antraten.

Ein großer Dank gilt den Jugendlichen für die hervorragende Disziplin und die große Begeisterung bei dieser Übung!
Weiters gilt ein großer Dank den Mitgliedern der FF Penzendorf für ihre Unterstützung und den Betreuern der Feuerwehren Schildbach, Pöllau und Hartberg.
Der größte Dank gebührt aber den Penzendorfer Jugendwarten HFM Philipp Schloffer und FM Karl Wilfinger sowie dem Abschnittsjugendbeauftragten OLM d. F. Alexander Flanhofer für die Organisierung dieser großartigen Übung!

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  • Eingesetzt waren:
  • RLF, KLF, MTF Penzendorf
  • RLF, KLF, MTF Schildbach
  • HLF4, DLK, MTF Hartberg
  • SRF, KLF, MTF Pöllau
Bericht & Fotos: FM Matthias Novacek 

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